Kapital
Das Handeln beschränkt seit dem 20. Jahrhundert nicht mehr nur auf Handeln mit materiellen Gütern oder Kapital. So gibt es neben dem Warenhandel auch Geschäfte mit anderen Gütern, z. B. Rohstoffe und Kapital. Hierbei werden meist knappe Güter gehandelt. So sind Rohstoffe ein sehr knappes Gut. Dies begründet sich darin, das natürliche Rohstoffe nur in manchen Gegenden vorkommen und nur durch ein großes Geflecht von Arbeitsschritten, zu nützlichen Gütern verarbeitet werden kann. Hier kann man beispielsweise den Rohstoff Öl nennen. Dieser muss erst gefördert werden, dann transportiert und in Raffinerien (hier werden einige Arbeitsschritte vollzogen) zu Heizöl oder Treibstoffen verarbeitet werden. Kapital wird meist an Börsen gehandelt und durch die Knappheit der Wertpapiere entsteht hier ein hoher Mehrwert in wirtschaftlich guten Zeiten. Auch Rohstoffe können an Börsen gehandelt werden. Neben diesen beiden Gütern können auch Wissen und Dienstleistungen aller Art gehandelt werden. Auch dieser Handel dient der Gewinnerzielung. Einrichtungen, wie Ferienwohnungen erzeugen wiederrum neues Kapital und sind dessen dienlich.
Kapital in der Geschichte des Handel.
Die Geschichte des Handels reicht über 4500 Jahre zurück. Mit dem Entstehen der ersten Hochkulturen und Staaten, entstand auch ein erster regionale Handel. Dieser Handel verstärkte sich mit dem aufkommen von Städten, als wirtschaftliche Zentren für das Umland. Diese Handelszentren verdichteten sich mit der Zeit zu Fernhandelsbeziehungen zwischen Städten verschiedener Kulturen. So gab es in der frühen Geschichte bereits intensive Handelsbeziehung zwischen hoch differenzierten Reichen, wie der Induskultur und der sumerischen Kultur. Durch das ständige Auf und Ab der Kulturen, brach der Binnenhandel und auch der Außenhandel zwischen den Kulturen oft zusammen. Auch im damaligen Europa wurde Handel nachgewiesen, z. B. zwischen dem Mittelmeerraum und Nordeuropa. Diese betrieben Handel über die Bernsteinstaße. In der Antike bildeten sich neue große Reiche, z. B. Griechenland und Rom im Westen und China im fernen Osten. Zwischen diesen Hochkulturen entwickelte sich ein intensiver Fernhandel. So wurde beispielsweise chinesische Seide nach Rom befördert. Dies ist ein Beweis für den interkontinentalen Handel über die berühmte Seidenstraße. Nach dem Zusammenbruch vieler Hochkulturen im frühen Mittelalter und damit verbunden der Zusammenbruch aller Handelsbeziehungen, stabilisierten sich diese Reiche im Hochmittelalter wieder und der Handel lebte wieder auf. Auch entstanden neue Imperien, z. B. das Mongolenreich. Dadurch nahm der Fernhandel wieder zu und Europa entwickelte sich immer mehr zu einem Handelszentrum. Im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit nahm auch der Seehandel aus Europa in die ganze Welt zu. Hierbei erlangten vor allem Zusammenschlüsse, z. B. die Hanse, große Bedeutung. Auf dieser Basis entstand der heutige Handel und Fernhandel zwischen faktisch allen Staaten der Welt.
Kapital im modernen Handel
Bei dem heutigen modernen Handel unterscheidet man zwischen Binnenhandel, dies ist der Handel innerhalb einer Volkswirtschaft oder einer Staatengruppe (z. B. der EU) und zwischen Außenhandel mit Gütern oder Kapital. Der Außenhandel ist ein grenzüberschreitender Handel, hier ist beispielsweise der Transithandel in Staaten wie die USA zu nennen. Beim Verkauf von Waren spricht man von Export, umgekehrt vom Import. Wenn der Export einer Nation größer ist als der Import, dann spricht man vom Außenhandelsüberschuss. Bei Exporten fließt Geld in das exportierende Land. Jedoch ist man als Exportnation stark vom wirtschaftlichen Wohlstand der Länder abhängig, in welche exportiert wird. Wenn der Import den Export überwiegt, so spricht man vom Außenhandelsdefizit. Durch den Import erhält man Waren, welche im eigenen Land nicht erhältlich sind, z. B. Rohstoffe oder Früchte, oder die nicht im eigenen Land angebaut oder gefördert werden können. Man macht sich dadurch jedoch von Lieferungen anderer Länder abhängig. Diese Abhängigkeit spiegelte sich beispielsweise bei der Ölkrise wieder. Im folgenden werden einige Begriffe aus Handel und Wirtschaft beschrieben. Darunter auch vermeindlich plausible Handels- und Wirtschaftsbegriffe wie beispielsweise der Zins.