Volkswirtschaft - Was ist das?
Bei einer Volkswirtschaft handelt es sich in der Regel um die Gesamtheit aller in einem Land oder Staatenbund verbundenen Sektoren. Diese Sektoren sind üblicherweise Haushalte, Unternehmen und alle Institutionen, welche zum Staat gehören sowie der Staat selbst. Bei Volkswirtschaften wird zwischen offenen und geschlossenen Volkswirtschaften unterschieden. Die offene Volkswirtschaft steht mit anderen Volkswirtschaften in Verbindung. Eine geschlossenen Volkswirtschaft gibt es praktisch nicht, denn es handelt sich um eine theoretische Volkswirtschaft. Die geschlossene Volkswirtschaft tritt nicht mit anderen Volkswirtschaften in Verbindung. Auch gibt es eine gelenkte Volkswirtschaft. Diese bezeichnet einen Wirtschaftsraum, bei dem der Staat erheblich in die wirtschaftlichen Prozesse eingreift. Man bezeichnet die gelenkte Volkswirtschaft auch als etatistische Volkswirtschaft oder als staatlich gelenkte Privatwirtschaft. Eine entscheidender Messfaktor für die Stärke einer Volkswirtschaft ist das Bruttoinlandsprodukt. Dies ist die Summe aller Wertschöpfungen in einem Land. Volkswirtschaft betrifft somit also auch Mutter und Kind . Auch beim Pizza bestellen greift die Wirtschaft.
Volkswirtschaft ist die Vorstufe zur Weltwirtschaft
Die heutige Weltwirtschaft ist die Gesamtheit aller nationalen und internationalen Wirtschaftsbeziehungen, welche die Grenzen der Volkswirtschaften sprengt und hat sich im Zuge der Industrialisierung (im 19. Jahrhundert) gebildet. Ohne eine funktionierende Weltwirtschaft und einen funktionierenden Welthandel, könnten die einzelnen Volkswirtschaften nicht überleben. Die Weltwirtschaft ist ein Konstrukt von verschiedenen Teilmärkten (Rohstoff- und Gütermarkt, Finanzmarkt, Arbeitsmarkt und Informationsmarkt). Die Weltwirtschaft wurde lange Zeit als "bipolare Weltwirtschaft" bezeichnet und hebt dabei die Bedeutung von Europa und Nordamerika hervor. Jedoch ist aus der bipolaren die tripolare Weltwirtschaft geworden. Diese Weltordnung bezieht Ostasien als bedeutenden Wirtschaftsraum mit ein. Dies zeigt, das der Welthandel weitestgehend von den Industrienationen und ein paar Schwellenländern, z. B. China und Indien, beherrscht wird. Insbesondere die Europäisch Union, welche mehr als 1/3 des Welthandels ausmacht, ist eine wichtige Handelszone. Zum Vergleich - der gesamte afrikanische Kontinent macht nur 2 bis 3 Prozent des Welthandels aus. Um die Weltwirtschaft zu organisieren und Rahmenbedingungen zu schaffen, wurde eine wichtige Organisation ins Leben gerufen - die Welthandelsorganisation.
Volkswirtschaft spielt eine große Rolle für Welthandelsorganisationen
Die Welthandelsorganisation (WTO) ist eine Organisation, welche sich auf internationaler Ebene mit der Regelung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen beschäftigt. Die WTO wurde 1995 auf der Basis der General Agreement on Tariffs and Trade (GATT) nach siebenjähriger Verhandlungszeit in Marrakesch gegründet und hat Ihren Sitz in Genf. Die WTO ist die Dachorganisation der WTO-Verträge (GATT, GATS und TRIPS). Das Ziel der WTO ist klar definiert. Sie strebt nach Abbau von Handelshemmnissen, Liberalisierung des internationalen Handels und der Schaffung des internationalen Freihandels. Die Welthandelsorganisation schlichtet weiterhin auch Streitfälle bei Handelskonflikten. Eine Hauptfunktion ist die Koordinierung der Handelspolitik aller Mitgliedsstaaten. Dies geschieht im Rahmen von multilateraler Verhandlungen zwischen den Mitgliedern. In Zusammenarbeit mit dem IWF und der Weltbank, versucht die WTO die abgestimmte Handelspolitik mit der angestrebten Währungs- und Entwicklungspolitik zu verknüpfen.